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Wie alles begann
 
     
  ZeichnungDas Grundstück an der Ecke Am Fuchsbau / Leninallee (heute Hohe Kiefer) war nie bebaut. Sicher haben die Auswirkungen des II. Weltkriegs und die Jahre der DDR Pläne zur Bebauung verhindert. Im Grundbuchamt fanden sich Zeichnungen für ein „Kaufhaus“ auf dem Nachbargrundstück, das jedoch nie erbaut wurde. So wurde es zum öffentlichen Parkplatz und über das Fuchsbau-Eck verlief die Wegabkürzung zum Bäcker oder von diesem zur Post und zur Sparkasse. Ein Fleischer und eine KONSUM-Verkaufsstelle befanden sich in der Nachbarschaft und gegenüber ein Uhrmacher. Auf dem Grundstück stand seit scheinbar ewigen Zeiten ein Zeitungskiosk und eine nie genehmigte Überbauung in der Art einer Garage reichte zu etwa 2/3 über die Grundstücksgrenze. Dem Bau fehlte seit Jahren ein Dach. Das Material war wohl nicht zu beschaffen.
Die Baugrunduntersuchung ergab geeignete Bodenverhältnisse und die Bauanträge konnten gestellt werden - wenn da nicht noch das bekannte „Haar in der Suppe“ gewesen wäre. Das Recht eines Dritten über Einschränkungen bei der Bebauung. Das wollte dieser so teuer wie möglich verkaufen. Gutachter, die Kleinmachnow mit Frankfurt am Main verglichen, Rechtsanwälte und Notare waren erforderlich, bis eine Lösung gefunden wurde, die das Bauvorhaben nicht schon in dieser Phase zum scheitern verurteilte.

Der Vorbescheid war erteilt, nachdem der damals in Kleinmachnow tätige „Runde Tisch“ über das Projekt beraten und seine Änderungswünsche eingebracht hatte. Die Bauzeichnungen wurden in Auftrag gegeben. Die Treffen mit dem Dortmunder Bauunternehmen allerdings verliefen von mal zu mal undurchsichtiger. Ein Anruf im Amtsgericht in Dortmund bestätigte das Gefühl - der Unternehmer hatte Konkursantrag gestellt. Gut, dass nicht eine einzige der geforderten Anzahlungen geleistet wurde. Ein weiteres Mal wäre der Bau wohl gescheitert.
Ein Potsdamer Bauunternehmen und eine neue Architektin waren bald gefunden und so konnte am 13. März 1993 der erste Spatenstich erfolgen. Von nun an veränderte sich der Bauplatz täglich. Am 29. Juli war Richtfest. Viele Kleinmachnower konnten den Bau an diesem Tag besichtigen und mit feiern. Es war der erste Neubau eines Geschäfts- und Wohnhauses nach der Wende 1989.

Und am 30. Oktober 1993 war es dann soweit. Das Fuchsbau-Eck wurde an einem herrlichen Sonnentag mit einer glänzenden Party eröffnet. In neun Läden wurde auch gleichzeitig die Geschäftseröffnung gefeiert. Damenmoden, Herrenmoden, Optiker, Juwelier, Fotostudio, Schreibwaren, Dessous, Schuhe und ein Friseur gehörten dazu.

 
 
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